14.11.2025

Clevere Raumplanung für mehr Platz und Komfort

Aus "Kleiner Wohnen": Kleine Häuser beeindrucken oft durch clevere Stauraumlösungen, eine gut durchdachte Raumaufteilung und multifunktionale Wohnraumideen. Doch der Eindruck gut geplanter Entwürfe entsteht durch das Zusammenspiel mehrerer Faktoren.

Ein gut gestalteter Raum nutzt unabhängig von der tatsächlichen Quadratmeterzahl visuelle Offenheit, klare Linien, sinnvoll platzierte Möbel und durchdachte Abläufe, um ein Gefühl von Großzügigkeit zu erzeugen. Da die Raumaufteilung kleiner Häuser sehr kompakte und effiziente Lösungen bieten muss, ist die Planung eines kleinen Gebäudes noch deutlich wichtiger als bei einem verhältnismäßig großen Haus.

Platzfehler vermeiden

Denn der kleinste Planungsfehler kann nicht nur die Qualität des Gebäudes beeinflussen, sondern sich auch negativ auf die Wahrnehmung auswirken. Gerade in kleinen Häusern führt ein fehlendes Raumkonzept oft zu Platzverschwendung, visueller Reizüberflutung, Unordnung, Chaos und mangelnder Flexibilität. Entscheidend ist also nicht nur, wie viel Platz in der Raumplanung verfügbar ist, sondern wie das Gesamtkonzept des Hauses entwickelt wird.

Besonders wichtig ist dabei, den Nutzungszweck des Hauses von Anfang an klar zu definieren. Denn ein kleines Gebäude, das für die Ferienvermietung gedacht ist, braucht andere Lösungen als ein Haus, das dauerhaft bewohnt wird. Worauf es bei der Planung kleiner Ferienhäuser wirklich ankommt Feriengäste erwarten in einer Unterkunft vor allem eines: einfache, intuitive Funktionen, die selbsterklärend zu bedienen sind.

Das gilt es bei Ferienunterkünften zu beachten

Besonders in der Kurzzeitvermietung steht weniger der Alltag im Vordergrund, sondern das Erlebnis. Aus dem Grund sollten Ferienunterkünfte auch so gestaltet sein, dass sie den Gästen einen besonderen Aufenthalt bieten, der durch Erholung, Rückzug und Komfort geprägt wird. Je außergewöhnlicher die Gestaltung eines Hauses, etwa durch ein exklusives Design, einen beeindruckenden Ausblick oder eine hochwertige Ausstattung mit großen Panoramafenstern und besonderen Möbeln, desto höher wird die Auslastung und desto nachhaltiger bleibt der Aufenthalt positiv in Erinnerung.

Bei der Planung von Ferienunterkünften sind neben Design und Erlebnisfaktor auch praktische Aspekte entscheidend, um Komfort und eine reibungslose Nutzung im Alltag sicherzustellen. Hier liegt das Augenmerk vor allem auf Materialien, die der hohen Gästezahl und einer schnellen Abnutzung standhalten können, sowie der guten Zugänglichkeit für das Reinigungspersonal. Ausreichend Stauraum für Gepäck und offene Ablageflächen im Bad helfen, den Aufenthalt für Gäste unkompliziert zu gestalten.

Gut durchdacht

Auch der Grundriss spielt eine zentrale Rolle. Schlafbereiche auf Emporen wirken zwar auf den ersten Blick besonders platzsparend, erweisen sich im Alltag jedoch als unpraktisch, insbesondere dann, wenn das Beziehen der Betten oder die Reinigung der Fläche für das Personal zu umständlich und zeitaufwendig wird. Technisch anspruchsvolle Lösungen oder Multifunktionsmöbel können zur Hürde werden, wenn ihre Bedienung nicht selbsterklärend ist. Stattdessen sollte das Raumkonzept an ein gut durchdachtes Hotelzimmer erinnern, welches übersichtlich und funktional ist.

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Geschrieben wurde der Text von Anika Falke (Auf dem Bild vorne links. Sie hielt während der NEW HOUSING 2025 einen Workshop mit iherer Kollegin Natalie Sochan). Falke ist ist Gründerin des Planungsbüros falke.design und CEO der Tiny University. Sie unterstützt Bauherren bei der individuellen Bauplanung nachhaltiger und zukunftsfähiger Häuser bis zu einer Größe von 100 Quadratmetern. Mit den Online-Kursen der "Tiny Universit"“ begleitet sie Teilnehmer durch den kompletten Prozess von der Grundstückssuche über die Reduzierung bis zur Herstellerwahl für das Tiny House als Eigenheim oder als Kapitalanlage zur Ferienvermietung (www.falkedesign.de, www.tinyuniversity.de)

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